StartAllgemeinDer große Affiliate Jahresrückblick 2021

Der große Affiliate Jahresrückblick 2021

Gewinnspiel: Gewinne eines von 3 Performance Marketing-Büchern (Ingo Kamps, Daniel Schetter) im Wert von je 59,99 Euro. Beantworte hierzu auf unserer Facebook-Page bis zum 31.12.2021 einfach die Frage: Welches neue Gesetz trat am 01.12.2021 in Kraft?

Traditionen soll man wahren. Seit 2006 veröffentlichen wir auf AffiliateBLOG.de jährlich den großen Affiliate Jahresrückblick. Auch 2021 stand leider hauptsächlich wieder im Zeichen der Corona-Pandemie. Bereits im Jahresrückblick 2020 hatten wir geschrieben, dass sich vor einigen Jahren keiner hätte ausmalen können, welche ungeahnten Ereignisse und Herausforderungen auf uns alle zukommen. Und so hat auch dieses Jahr Corona wieder das Leben von jedem einzelnen auf den Kopf gestellt, sowohl privat als auch beruflich.

Und auch wenn 2021 das Affiliate-Marketing erneut durch das E-Commerce Geschäft in Zeiten der Pandemie profitiert hat, musste auch dieses Jahr wieder das persönliche Networking und das „People´s Business“ darunter leiden, in der Hoffnung dass 2022 alles Besser wird.

Aber starten wir mit unserem Jahresrückblick 2021 in chronologischer Reihenfolge:

Januar

Global Savings Group übernimmt Shoop

Das Jahr 2021 startet wie das alte Jahr geendet hat, nämlich mit neuen Kosolidierungen der Publisher. So übernahm die Globald Savings Group mit der Shoop Germany GmbH eines der größten Cashback-Plattformen. Der Zusammenschluss soll die stärkste, digitale Cashback-Community in Deutschland weiter vorantreiben. Dabei steuert die im Jahr 2010 gegründete, Berliner Cashback-Plattform mit ihren über 2.000 Händlern und einem treuen Kundenstamm einen großen Mehrwert bei.

Waterland Private Equity übernimmt Yieldkit

Zudem übernahm die Waterland Private Equity die Mehrheit des Hamburger Meta-Netzwerks Yieldkit. Durch die Übernahme will das Finanzunternehmen Waterland das Meta-Netzwerk Yieldkit mittels einer „Buy-&-Build-Strategie“ zum Marktführer machen. Im Jahr 2020 hat Yieldkit rund 33 Millionen Euro Umsatz gemacht, ein Wachstum von mehr als 30% im Vergleich zum Vorjahr. Oliver Krohne hat das Unternehmen 2009 in Hamburg gegründet, mittlerweile hat Yieldkit um die 30 Mitarbeiter.

Awin ernennt neuen CEO

Adam Ross wurde als neuer CEO von Awin benannt. In den letzten 15 Jahren war Ross als COO bei Awin für die strategische Weiterentwicklung der Services für Partner verantwortlich. Gleichzeitig steigt der bisherige CEO Mark Walters bei Awin aus, bleibt Awin allerdings als Aufsichtsratsmitglied weiterhin treu.

Affiliate Trend Report 2021

Im Januar erschien wieder der große Affiliate Trend Report für das Jahr 2021. Wie jedes Jahr wurden hierzu wieder über 1000 Affiliates, Merchants, Agenturen und Netzwerke/Technologien zu den wichtigsten Trends des Jahres befragt. Zusammenfassen kann man den Trend-Report wie folgt:

Sehr positiv ist weiterhin die steigende Umsatzprognose für 2021 von allen Beteiligten, sowie auch das Umsatzwachstum im Jahr 2020. Es zeigt sich, dass Affiliate-Marketing als Performance-Kanal auch 2021 enorm von der Pandemie profitieren wird, da gerade in der Krise die Unternehmen die performanceorientierten Marketing-Kanäle enorm schätzen gelernt haben und Werbebudgets von anderen Marketingkanälen wie Branding oder Out-of-Home auch geshiftet wurde, zugunsten von Performance-Marketing, welches in der Krisenzeit besser skalierbar ist. 63 % der werbetreibenden Unternehmen sehen zudem in Affiliate-Marketing eine wichtige Alternative zu den GAFA-Unternehmen. Lt. einer Forrester Studie schätzen 54 % der CMOs Affiliate Marketing sogar als einen der stärksten Kanäle zur Neukundengewinnung. Und auch das Thema Datenschutz und Regulierungen wird 2021 ein wichtiges Thema im Affiliate-Marketing bleiben und die Anpassung des Telekommunikations-Telemedien-Datenschutz-Gesetzes (TTDSG), die derzeit noch offene ePrivacy-Verordnung, sowie der neue EU Digital Service Act werden weiterhin die Innovationen im Tracking beschleunigen.

Das Thema Customer-Journey und Cross-Device-Tracking gehört seit Jahren in jeden Trend-Ausblick und somit auch wieder für 2021. Zwar setzen lt. der Trend-Umfrage bereits 54 % der Merchant ein Customer-Journey-Tracking ein, aber dennoch nutzen viele Unternehmen noch nicht das volle Potential, um auf Basis von neuen Attributionsmodellen die Affiliates besser zu bewerten und neue Provisionsmodelle zu finden.  Anbieter, die sich intensiver mit den Themen Cross-Device- und Customer-Journey-Tracking auseinandersetzen, werden 2021 einen Marktvorsprung gegenüber den Wettbewerbern erreichen, denn auf der Merchant-Seite wird der Kampf um die besten Platzierungen und die reichweitenstärksten Affiliates einem immer härten Wettbewerbsdruck unterliegen.

Daher wird sich auch 2021 der Trend zu hybriden Provisionsmodellen durchsetzen und weiter etablieren und es wird vermehrt Mediakits von Affiliates geben mit fixen Preisen für Sonderplatzierungen und zusätzlicher Reichweitenwerbung.

Affiliate Marketing wird also auch 2021 weiterwachsen und Marktanteile im Online-Marketing-Mix dazu gewinnen. Dennoch muss die Branche bestrebt sein, Innovationen weiter zu treiben und sich schnell auf neue Situationen einstellen

Awin bekommt neuen Managing Director DACH

Völlig überraschend verlässt der bisherige Managing Director Marc Hundacker das Affiliate-Netzwerk Awin. Neuer Managing Director DACH wird Tim Lomborg, der als Awin-Eigengewächs bereits seit 2010 im Unternehmen ist. 2010 startete er bei zanox in Berlin. Nach seiner Funktion als Teamleiter des Advertiser-Teams wurde er 2016 zum Managing Director Nordics ernannt und verantwortet seit 2019 zusätzlich das Osteuropa-Geschäft von Awin.

Februar

Amazon ändert Provisionsmodell

Zum 01. Februar 2021 ändert Amazon sein Provisionmodell. Ziel scheint es dabei zu sein Affiliates zu belohnen, die zielgerichteten Traffic auf einzelne Produkte generieren. Diese sollen durch die neuen Provisionen mehr verdienen können.

Vor rund 2 Jahren hat Amazon das Prinzip der direkt und der indirekt qualifizierten Verkäufe auf bestimmte Produktkategorien eingeführt. Direkt qualifizierte Verkäufe sind solche, die „nah“ an der Empfehlung des Affiliates dran sind. Also wenn ein User etwas von der verlinkten Produktseite oder zumindest aus der gleichen Sparte kauft ist das ein direkt qualifizierter Verkauf. (z.B. Affiliate verlinkt auf Schuhe – User kauft zwar nicht dieses Paar, aber etwas aus dem Fashion-Bereich.)
Verlinkt der Affiliate aber auf Schuhe und der User kauft z.B. einen Gartenschlauch – so ist das ein indirekt qualifizierter Kauf, weil der Kauf nichts mit der ursprünglichen Verlinkung zu tun hat.

Das Prinzip der direkten & indirekten Käufe wurde nun auf alle Produktkategorien ausgeweitet und zudem wurden noch weitere Anpassungen an der Provisions-Struktur vorgenommen. Die Provisionshöhe für indirekt qualifizierte Verkäufe liegt ab sofort bei 1,5% und gilt auf das komplette Sortiment. Somit müssen Affiliates in Zukunft noch mehr auf direkte Produktempfehlungen setzen & Überzeugungsarbeit auf der eigenen Webseite leisten, die zu direkt qualifizierten Verkäufen führt.

Eine genaue Auflistung und Erklärung der neuen Provisionen findet ihr bei Peer Wandiger auf affiliate-Marketing-tipps.de.

Awin Report 2021

Am 24.02. wurde die fünfte Ausgabe des Awin Reports veröffentlicht. Neben einem ausführlichen Rückblick auf das vergangenen Jahr 2020 gibt er auch Einblicke, Trends und Entwicklungen der Branche wieder. Bei der Sales-Aufteilung nach Publisher-Modell gibt es folgende Verteilung: Den größten Anteil haben Loyalty & Cashback (24%), Gutscheinseiten (20%) und Content-Seiten (18%), gefolgt von Meta-Netzwerken und Preisvergleichern mit jeweils 11 %.

Auch der mobile Anteil der Sales haben sich geändert. So werden inzwischen unter 50 % aller Sales über den Desktop generiert, dafür bereits stolze 43 über das Smartphone und nur 5 % über Tablets.

Weitere Erkenntnisse aus dem Report in Deutschland waren, dass CSS-PartnerInnen (Google Shopping Anzeigen über Affiliate Marketing) zu den absoluten Gewinnern des Jahres 2020 gehören:  Im 4. Quartal stiegen die Verkäufe um 167% und der Umsatz wurde um 247% gesteigert.

Die Shopping-Highlights des Jahres waren der Singles‘ Day, Cyber Monday und der Black Friday. Der Black Friday hat sich im Vergleich zum letzten Jahr um 37 % der Sales gesteigert, die Provision um 43% und der Umsatz um 14 %. In diesem Bereich waren vor allem die Kategorien Elektronik, Gesundheit & Schönheit sowie Haus & Garten die großen Gewinner. Neue Programme wurden vor allem von Einzelhändlern für Sportbekleidung und Schönheit gestartet.

Der große Verlierer im letzten Jahr ist natürlich die aufgrund der Pandemie hart getroffene Reisebranche.

März

Google schafft Werbe-Cookies ab

Anfang März gab Google bekannt, dass sie in Zukunft keine personalisierte Werbung mehr in ihrem Chrome-Browser zulassen werden. Genauer heißt es, dass 3rd-Party-Cookies nicht mehr unterstützt werden: Today, we’re making explicit that once third-party cookies are phased out, we will not build alternate identifiers to track individuals as they browse across the web, nor will we use them in our products.

Grund hierfür soll der Datenschutz des Individuums sein. Nichtsdestotrotz soll es weiterhin möglich sein, User*innen mit relevanter Werbung zu bespielen. Allerdings nicht mehr auf eine Person heruntergebrochen, sondern über sogenannte Kohorten (Personengruppen). Kritiker bemängeln, dass Google hierdurch seine Marktmacht weiter ausbaut und kleinere Wettbewerber schwächt.

Mehr Infos zu den Auswirkungen und dem FLoC-Ansatz findet ihr im Blogartikel von xpose360.

Affiliate Conference DIGITAL 2021

Am 08. und 09. März fand die Affiliate Conference zum ersten Mal als digitale Konferenz statt. Nachdem die eigentliche Konferenz aufgrund der Pandemie zwei Mal verschoben wurde, war es dem Veranstalter Markus Kellermann und seinem Team der xpose360 sehr wichtig, jetzt endlich eine Plattform zu schaffen, auf der sich die Branche nach über einem Jahr Corona wieder austauschen und vernetzen kann.

Getreu dem Motto „Affiliate Marketing is Peoples‘ Business“ sollte es aber keine reine Webinar-Veranstaltung werden. Das Ziel war es, das typische Konferenz-Feeling in die Homeoffices der Teilnehmer zu holen. Dafür wurden im Vorfeld Goodiebags verschickt und neben einer Live-Stage, Moderation, qualitativ hochwertigen Vorträgen und Workshops gab es auch einen Ausstellerbereich und viele Networking Möglichkeiten mit einzelnen Session-Räumen wie z.B. Travel, Retail oder auch Datenschutz & Tracking. So wurden alle Elemente der klassischen Affiliate Conference ins Digitale übertragen.

An beiden Event-Tagen waren über 400 Leute aus 18 verschiedenen Ländern der Branche dabei, haben sich weitergebildet und ausgetauscht. Da in diesem Jahr die Vorträge und Workshops auf zwei Tage aufgeteilt wurden, haben wir die Highlights der Affiliate Conference in zwei Recaps für euch zusammengefasst.

Tag 1 der Affiliate Conference
Tag 2 der Affiliate Conference
Zusammenfassung

Überraschender Führungswechsel bei financeAds

Die financeAds GmbH & Co. KG trennt sich einvernehmlich von ihren beiden Geschäftsführern Stephan Boos und Hakan Özal. Diese Nachricht wurde am Freitagmorgen von financeAds überraschend über deren Newsletter verkündet.

Hakan Özal verlässt financeAds nach sechs Jahren. Er war laut Unternehmen nicht nur an dem Unternehmenswachstum maßgeblich beteiligt, sondern auch an der Internationalisierung. Auch Stephan Boos, Nachfolger von Ralf Fischer, verabschiedet sich nach über drei Jahren als Geschäftsführender. Dass das Unternehmen auch in der Zukunft als „attraktiver Arbeitgeber und zuverlässiger Partner“ angesehen wird, hat man nach eigenen Angaben ihm zu verdanken.

Wichtige Änderungen zu rechtlichen Themen und der Cookie-Speicherung

Das neue TTDSG wirft seine Schatten voraus. Bereits am 01.09.2021 soll das neue Telekommunikation-Telemedien-Datenschutzgesetz (TTDSG) in Kraft treten. Doch das TTDSG, das das Telemediengesetz (TMG) und das Telekommunikationsgesetz (TKG) bündelt, wirft einige Unsicherheiten auf. Das kommende TTDSG und was das genau für die Affiliate-Branche bedeutet, wurde umfassend in verschiedenen Videos zusammengefasst. Das Thema wird uns aber das komplette Jahr 2021 begleiten.

Ein weiteres heiß diskutiertes Thema für das Jahr 2021 ist die ePrivacy-Verordnung. Sie soll die Vertraulichkeit der elektronischen Kommunikation zwischen Dritten steuern bzw. die Datensammlungen über Cookies beschränken. Die Verordnung betrifft nicht nur personenbezogene, sondern alle relevanten Cookies. Die ePrivacy-Verordnung hingegen würde die strengen Regularien des TTDSG wieder lockern. Allerdings gab es bereits 2017 den ersten Entwurf hierzu und aktuell ist keine Einigung auf EU-Ebene vor 2023 zu erwarten.

Content-Commerce Entwicklung

Immer mehr Verlags- und Medienhäuser nutzen aufgrund der transparenten Abrechnungsweise in Krisenzeiten das Affiliate-Marketing, um damit die Awareness von Onlineshops verbessern zu können. V.a. die Verzahnung der Content-Inhalte mit den Einkaufsmöglichkeiten (Commerce) ist dabei gewinnbringend. Exemplarisch sieht man v.a. die Entwicklung der Kooperationen zwischen Gutscheinseiten und Verlagen wie Spiegel, Focus & Co., aber auch Preisvergleiche, die über RTL oder NTV eingebunden werden.

Aus UK gibt es hierzu nun spannende Einblicke in konkrete Zahlen und Entwicklungen bei den Content Commerce Publishern:

  • 229% Anstieg der Sales im Affiliate-Segment
  • 184% Anstieg der Warenkörbe
  • 42,6% Provisionssteigerung

Ein weiterer Case kommt aus den USA. Future, ein Verlag mit Titeln wie Tech Radar, PC Gamer und Marie Claire, generiert mit Affiliate-Provisionen in Höhe von mehr als 79 Millionen Pfund mehr als 20% der gesamten Einnahmen.

Kooperation zwischen Awin und SingleView

Awin kooperiert mit dem Technologieanbieter SingleView, um darüber Publishern eine Attribution anbieten zu können, die alle Touchpoints der Customer Journey berücksichtigen und vergüten kann.

April

Online-Bestellungen an Ostern 2021

Schon das zweite Jahr in Folge konnte das Osterfest nur unter eingeschränkten Bedingungen stattfinden. Das war für viele jedoch kein Grund, auf Online-Shopping zu verzichten. Das Gegenteil war der Fall, denn laut einer Statistik des Admitad Afiliate Networks erlebten Online-Bestellungen über Ostern einen starken Aufschwung. Auch wenn die Marktpräsenz des Affiliate-Netzwerkes in manchen Marktkategorien im Vorjahr noch verhältnismäßig gering war, ist eine Tendenz zu einer Steigerung des gesamten Bestellvolumens zu erkennen.

Im Bereich Fashion & Accessoires stieg beispielsweise die Gesamtzahl der Online-Bestellungen zu Ostern 2021 auf bemerkenswerte 17.000 mit einem durchschnittlichen Warenkorbwert von über 150 Euro, was mehr als 250 % Wachstum im Vergleich zum Vorjahr ausmacht. Modehändler wie C&A, adidas, MandMDirect, Navabi und Angel Jeans sowie der Interior Plattform Lampenwelt.de konnten unter anderem eine durchschnittliche Umsatzsteigerung von 100 % verbuchen.

Partner Marketing Summit 2021

Am 15. April fand zum ersten Mal der Partner Marketing Summit statt mit neuesten Insights, Trends und Meinungen von führenden Experten der Branche. Auf der Agenda standen vier Live-Vorträge und eine abschließende Panel Diskussion. Im Vordergrund der Veranstaltung war vor allem der Partnergedanke, der in der Branche immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Der erste Partner Marketing Summit kündigte spannende Vorträge von Top-Speakern an und hat damit nicht zu viel versprochen. Das Thema Partner Marketing wurde von mehreren Seiten beleuchtet und auch Einblicke in zukünftig relevante Themen geboten. Die Veranstaltung mit über 350 Teilnehmern war ein voller Erfolg und wir freuen uns bereits auf den nächsten Partner Marketing Summit.

Urteil zur Marke „Black Friday“ – Klage vor dem Landgericht Berlin

Am 15.04.2021 gab es bzgl. der Marke „Black Friday“ eine neue Entscheidung des Landgerichts Berlin. Hintergrund der Klage ist, dass das Bundespatentgericht sich in seiner Entscheidung ausschließlich mit der Unterscheidungsfähigkeit des Begriffs „Black Friday“ zum Zeitpunkt der Anmeldung der Marke im Jahr 2013 beschäftigte.

In dem ergangenen Urteil hat das Landgericht Berlin die Rechtsauffassung von BlackFriday.de bestätigt und die Wortmarke hinsichtlich der noch verbleibenden Waren und Dienstleistungen für verfallen erklärt. Nach Auffassung des Gerichts ist das Zeichen „Black Friday“ zwar zur Bewerbung von Rabattaktionen benutzt worden. Eine solche Verwendung sei aber nicht markenmäßig, sondern nur beschreibend. Rein beschreibende Verwendungen stellen aber keine ernsthafte rechtserhaltende Benutzung einer Marke dar.

Anhörung zur TTDSG

Am 21.04. fand die erste Anhörung im Bundestag zum Entwurf des TTDSG statt. Es wird wohl noch weitere Anhörungen und ggf. Änderungen am Entwurf des neuen TTDSG geben, soll aber voraussichtlich schon im Dezember 2021 in Kraft treten. Um die Flut an Consent-Anfragen zu bewältigen, steht eine Einstellungsmöglichkeit direkt im Browser zur Diskussion, bei der der User übergreifend seine Einstellungen zu Cookie-Präferenzen speichern kann. Laut der Affiliate-Trend-Umfrage 2021 setzen derzeit erst 52% der Affiliates eine Consent-Management-Plattform ein. Es werden momentan immer noch viele Cookies bereits vor der Consent-Freigabe durch den User gesetzt, was zukünftig nicht mehr möglich sein wird.

Der Bundesbeauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit soll zukünftig mehr Befugnisse erhalten, um Datenschutzbestimmungen besser zu überwachen. Demnach müssten Affiliates & Advertiser zukünftig mit Bußgeldern rechnen, wenn Cookies vor Consent gesetzt werden.

Start des neuen Netzwerkes insuranceAds

Nachdem der Anbieter Consumendo bereits das Nischennetzwerk energyAds gestatet hat, startet mit insuranceAds nun ein weiteres Nischennetzwerk für die Branche Versicherungen.

Mai

Leitfaden für rechtssicheres Affiliate-Tracking

Das TTDSG tritt voraussichtlich am 01. Dezember 2021 in Kraft und würde für das Affiliate Marketing bedeuten, dass das berechtigte Interesse aus der DSGVO dann nicht mehr ausreichen würde, um nicht unbedingt notwendige Daten auf Endgeräten zu speichern. Dies wäre nur mit Einverständnis der Nutzer möglich.

Zu den unbedingt notwendigen Daten gehören nur solche, die die zu erwartenden Webseitenfunktionen gewährleisten. Affiliate-Cookies, die zur fairen Vergütung der Affiliates gesetzt werden, dürften dann nicht mehr gesetzt werden.

Daher ist es unbedingt notwendig, viele Tracking-Prozesse im Affiliate Marketing anzupassen!

Wie sieht das Ganze in der Praxis aus? Das neue eBook „Rechtssicheres Tracking im Affiliate-Marketing“ von André Koegler und Kevin Lenk der easy Marketing GmbH stellt Advertisern, Agenturen und Affiliates alles Wissenswerte bereit, was für die Umstellung der Trackings auf TTDSG-konforme Prozesse nötig ist. Im Buch sind mehrere Beispielprozesse abgebildet, wie das Tracking im Affiliate-Marketing nach Inkrafttreten des TTDSG rechtssicher funktioniert.

Neues Gerichtsurteil für E-Mail-Affiliates

Eine neue Gerichtsentscheidung gibt es vom AG Hamburg-Bergedorf. Und zwar geht es um das Thema „Kein DSGVO-Schadensersatz bei unerlaubter E-Mail-Werbung„.

Demnach hat der Empfänger einer unerlaubten E-Mail-Werbung keinen Anspruch auf einen Schadensersatz nach Art. 82 DSGVO, da die erlittene Beeinträchtigung nicht erheblich ist (Urt.12/2020, Az.:410dC197/20).

Zum Hintergrund: Der Kläger war Anwalt und hatte eine unerlaubte E-Mail-Werbung erhalten. Gegen den Absender machte er u.a. einen Schadensersatzanspruch geltend. Das Gericht wies diesen Anspruch jedoch klar ab.

verticalAds übernimmt mehr Anteile an financeAds

Die verticalAds-Group übernimmt die Anteile an der financeAds. Der bisherige Investor Finleap verkauft dabei seine Anteile an den financeAds-Gründer Ralf Fischer.

Checkout Charlie startet Cashback-Portal Shopmate

Der Gutscheinriese Checkout-Charlie startet mit Shopmate ein eigenes Cashback-Portal.

Juni

Affiliate Marketing Landscape Germany 2021

„Mit geschätzten 1 Mrd. Euro Ad-Spendings in 2021 gehört die Affiliate-Branche mit zu den wichtigsten Disziplinen im Online-Marketing-Mix. Und darin sind die Partner Netzwerke von Amazon, Ebay & Check24 noch nicht einmal mit eingerechnet.“ So präsentierte Hakan Özal die Affiliate Marketing Landscape für Deutschland 2021, die er gemeinsam mit 4 Affiliate-Experten aufgestellt hat.

Die neu präsentierte Landscape soll die Größe der Affiliate-Branche verdeutlichen und die steigende Anzahl von vorhandenen Anbietern im Markt abbilden. Die Übersicht stellt dabei keine Wertung der einzelnen Anbieter dar, sondern soll eher der Übersicht dienen. Die Landscape wird dabei kontinuierlich erweitert, um auch zukünftig weitere Anbieter mit aufzunehmen.

Instagram kündigt eigenes Affiliate-Programm an

Instagram hat angekündigt, künftig Monetarisierungsmöglichkeiten für seine User einzuführen. In den kommenden Monaten soll das Feature auf Instagram ausgebaut werden. Im Prinzip handelt es sich um ein „native affiliate tool“, welches Influencer Produkte innerhalb der App bewerben lässt, die dann von den Followern der Influencer gekauft werden können. Für jedes empfohlene und gekaufte Produkt erhält der Influencer dann eine Provision.

Über die App können sich Influencer anmelden und selbst aussuchen, welche Produkte sie bewerben wollen. Im gesamten Prozess fällt somit der Aufwand das Produkt einzubinden komplett weg, da dies Instagram direkt übernimmt.

Laut Instagram wird das neue Feature vorab mit einer kleinen Gruppe von nordamerikanischen Influencern und Firmen getestet, unter anderen Benefit, Kopari, MAC, Pat McGrath Labs und Sephora.

Awin Think Tank 2021

Nach Branchen-spezifischen Events wie die Awin Travel Days, die Awin Fashion Days sowie die Awin Telco & Finance Days fand nun vom 14. bis 15. Juni mit dem Awin Think Tank DACH 2021 erstmalig eine Branchen-übergreifende und komplett digitale Veranstaltung des Affiliate-Netzwerkes Awin statt. Die Konferenz war gespickt mit spannenden Vorträgen zu branchenrelevanten Themen wie z. B. Datenschutz, Tracking und den Entwicklungen im Affiliate-Markt – aber auch übergreifenden Themen wie digitale Transformation, Präsentations-Skills und mehr. Dadurch bot sie die ideale Möglichkeit den persönlichen Wissenshorizont zu erweitern und auch einen Blick über den Tellerrand zu wagen. Einen Recap der Veranstaltung findet Ihr hier.

Awin Acency Awards 2021

Wie die Jahre zuvor verlieh Awin auch dieses Jahr (bereits zum elften Male) die Awin Agency Awards in den Kategorien Best Agency Support, Best Agency Performance sowie Innovation. Unter der Vielzahl an Nominierungen konnten sich folgende Kandidaten durch herausragende Leistungen einen Platz auf dem Siegerpodest sichern: Projecter (Support), K-New Media (Performance) und xpose360 (Innovation).

Affiliate-Fraud

Awin hat einen Artikel veröffentlicht, bei dem es um ein sehr spannendes Thema geht: Affiliate-Fraud! Ein Report 2020 von Cybersecurity-Unternehmen CHEQ zeigt, dass mindestens 9 % aller Affiliate-Transaktionen weltweit von Betrug betroffen sind. Um dies vorzubeugen bzw. sogar zu verhindern, stellt Awins Compliance Team bereits bei der Zulassung im Netzwerk die Qualität sicher, indem sie die Partner prüfen. Für Advertiser bietet Awin ein Tool für ausführliche Statistiken bzw. Transaktionskontrollen an. Diese Methoden zeigten Erfolg, denn laut Awin konnten dadurch 80 % der Verdachtsfälle aufgedeckt werden und der Fraud-Anteil ist in den Jahren 2018 bis 2020 um 40 % gesunken. Awin beschreibt auch in seinem Artikel, welche Betrugs-Methoden es gibt. Interessant dabei sind die Erklärungen und die Merkmale, wie man Fraud frühzeitig erkennen kann. Hier geht’s zum Beitrag.

Insights aus der Fashion-Branche

Spannende Insights aus der Fashion-Branche gab es im Juni von Awin. Hier schaute sich das Netzwerk die Entwicklung ihrer Affiliates & Advertiser an. Eine besondere Erkenntnis konnte beim AOV gemacht werden. Hier lag der höchste im Jahr 2019 noch bei 69 €.  Im darauffolgenden Jahr zog sich der durchschnittliche Warenkorbwert sogar auf mehrere Tage hinweg und stieg auf 74 €. 2021 konnte er sogar erneut gesteigert werden und hatte einen starken Zuwachs auf insgesamt 90 €. Diese Entwicklung verdeutlicht uns noch einmal, welche Wichtigkeit der eCommerce im Fashion-Bereich gewonnen hat. Weitere Markteinblicke zur Fashion-Branche gibt es im Originalartikel.

Cashback- & Loyaltypartner – Wer hat die Nase vorn?

Boerse-Online.de hat im Juni eine Umfrage veröffenlticht. Dabei wurden verschiedene Cashback- und Loyaltypartner miteinander verglichen. Der Test bestand aus verschiedenen Kategorien, wie Angebote, Kundenservice, Konditionen aber auch die Preis-Leistung wurde bewertet. Getestet wurden für das „Beste Bonussystem“ drei Rabattsystemanbieter und drei Cashbacker. In der Zufriedenheits-Kategorie lagen iGraal und Payback ganz vorne. In allen Kategorien schnitten iGraal und Deutschlandcard mit der Note „sehr gut“ ab. Welche Partner noch dabei waren und wie diese bewertet wurden, erfahrt ihr in dem Originalartikel oder in unserer Zusammenfassung auf dem Blog.

Juli

Marke „Black Friday“ wird für Werbedienstleistungen endgültig gelöscht

Der Bundesgerichtshof hat die Entscheidung des Bundespatentgerichts, wonach die Wortmarke „Black Friday“ für die wesentlichen Dienstleistungen des Bereichs „Werbung“ zu löschen ist, vollumfänglich bestätigt. Der Beschluss des Bundespatentgerichts ist damit rechtskräftig und die Marke wird für die betreffenden Dienstleistungen nun endlich aus dem Register des Deutschen Patent- und Markenamts gelöscht.

Pinterest goes Affiliate

Plattformgrößen wie Shopify, TikTok und Instagram haben den Anfang gemacht – Pinterest zieht nach und macht nun auch die ersten Schritte in Richtung einer Affiliate-Integration ins eigene Ökosystem.

Die beliebte „Online-Pinnwand“ für Bilder samt Ideen zu Dekorationen, Rezepten, Urlaubsreisen und vielem mehr bietet seit kurzem die Möglichkeit, über die neuen „Shoppable Pins“ anhand von Affiliate-Links auf Shops zu verlinken und den Traffic des jeweiligen Creators im Falle eines getätigten Kaufes zu monetarisieren. Das Feature ist momentan noch ausgewählten Creators vorbehalten, wird jedoch bei zufriedenstellenden Ergebnissen mit großer Wahrscheinlichkeit perspektivisch breiter ausgerollt werden. Weitergehende Infos zum Tool und dessen Integration findet ihr im Artikel von Caroline Kollmar auf onlinesolutionsgroup.de.

Halbjahresbilanz 2021 in der Modebranche

Die Pandemie und der Lockdown versetzen der Modebranche im Jahr 2020 einen heftigen Schlag: Laut Experten ging sie um 8 bis 9% zurück. In diesem Jahr hat sich die Situation in Europa jedoch bereits positiv verändert: Nach Zahlen des Affiliate-Netzwerk Admitad Affiliate stiegen die Online-Bestellungen im Bereich Fashion von Januar bis Juli 2021 um 54%, verglichen mit dem ersten Halbjahr im Jahr 2020.

Die Verbraucher haben ihre durchschnittlichen Ausgaben reduziert, gleichzeitig aber häufiger eingekauft. Auch das Interesse an Brands und vor allem an deren E-Commerce-Angeboten, verfügbar direkt auf den Webseiten der Marken, wächst – die Zahl der Klicks auf diese stieg zur Jahresmitte 2021 um 31% gegenüber der gleichen Periode im Jahr 2020.

Die größten Affiliate-Netzwerke 2021

wecantrack hat relevante Daten aller Affiliate-netzwerke analysiert um zu bewerten, wer die größten Affiliate-Netzwerke 2021 sind. Die Daten von Datanyze deuten darauf hin, dass Amazon Associates immer noch den Markt dominiert und – gemessen am Volumen der teilnehmenden Domains – das größte Affiliate-Netzwerk ist. Mit den jüngsten Provisionskürzungen im Amazon-Netzwerk sind die Publisher jedoch zu anderen Netzwerken geströmt.

Alle Rankings haben deutlich gemacht, dass der Markt von einer Handvoll Affiliate-Netzwerke dominiert wird, wobei Awin und CJ Affiliate im Kielwasser von Amazon Associates um die Vorherrschaft wetteifern. Die jüngsten Übernahmen von Awin haben ihren Marktanteil in allen oben vorgestellten Rankings erhöht.

Wie die letzte Statistik jedoch deutlich macht, entscheiden sich Affiliates selten für nur ein Netzwerk, auf das sie sich für ihr Einkommen verlassen. Dies deutet darauf hin, dass das größte Affiliate-Netzwerk immer Konkurrenten haben wird, egal welches Netzwerk das laufende Rennen um die Spitze gewinnt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die jüngsten Provisionskürzungen beim Amazon Associates-Netzwerk die Affiliates vorsichtiger denn je gemacht haben, nicht alles auf eine Karte zu setzen.

Affiliate Expertenreise nach Malta

Wie jedes Jahr fand im Juli wieder eine Affiliate Expertenreise statt. Diesmal ging es nach Malta, in das Land der iGaming-Branche.

Unter iGaming versteht man das Glücksspiel im Internet. Früher ging man ja als Spieler zu den Spielautomaten in Spielcasinos oder Gaststätten und mittlerweile geht das alles auch Online als Online-Glücksspiel. Es geht also um Sportwetten, Poker oder Spielautomaten im Online- Casino.

Malta gilt als das Mekka der iGaming Industrie – nicht nur in Europa, sondern weltweit. Inzwischen ist die Gamingindustrie zu einem sehr rentablen Wirtschaftszweig des Landes geworden und erwirtschaftet 12% des BIP (Brutto-Inland-Produkts). Und über 9.000 Menschen (Entwickler:innen, Wettfirmen, Affiliate-Manager:innen) arbeiten auf Malta in der iGaming-Branche in ungefähr 350 Unternehmen.

Und die Online-Glücksspielindustrie wächst rasant weiter. Immer mehr Betreiber von Online-Casinos verlegen ihren Hauptsitz auf die Insel oder gründen ihr iGaming Unternehmen in Malte. Und die Branche boomt ohne Ende.

Lt.  Statistika  lag der Wert der iGaming-Industrie 2017 noch bei 45.8 Milliarden US-Dollar, sagt sie für das Jahr 2024 nahezu einer Verdopplung dieses Wertes auf 94,4 Milliarden US-Dollar voraus.

In Deutschland gilt zudem seit dem 01.07.2021 der neue Glücksspielstaatsvertrag. Das Ziel des neuen Glücksspielstaatsvertrags ist ja auch dem bisher uneinheitlich regulierten Markt jetzt Regeln zu schaffen, die für alle gelten und eben nicht nur für Online-Casinos mit Lizenz in Schleswig-Holstein.

Gleichzeitig soll die Lieberalisierung des Marktes aber nicht dazu führen, dass mehr Menschen in die Spielsucht abrutschen. Deswegen hat der Gesetzgeber bestimmte Regeln erlassen, um die Nutzer vom Online-Glücksspiel zu schüten. Dazu gehören etwa ein Limit für Wetteinsätze, eine bundesweite Spielersperrdatei und die Einrichtung einer staatlichen Glücksspiel-Kontrollstelle.

August

Publisher Discovery veröffentlicht Affiliate Insights

Publlsher Discovery veröffentlich neue Zahlen zum Affiliate-Markt. Statistiken zeigen, dass die Affiliate Branche weltweit ungefähr 16 % aller Umsätze im E-Commerce generiert. Gerade in den schwierigen Jahren 2020 / 2021 ist der Schwerpunkt Affiliate zunehmend wichtiger geworden. In Zukunft wird erwartet, dass die Ausgaben für Affiliate Marketing allein in den USA bis zum Jahr 2022 auf 8,2 Milliarden Dollar ansteigen werden. Dabei würden 80% auf B2C entfallen.

Affiliate-Tracking hat sich seit Beginn der Branche erheblich weiterentwickelt. Die neuesten Entwicklungen zeigen eine völlige Abkehr vom Cookie-Tracking von Drittanbietern und eine zunehmende Anwendung von Server-Tracking, Naked Linking und Multi-Touch Attribution. Mehr zum Thema Tracking findet ihr hier.

Anteile der Netzwerke an Publishern:

  • Auf die 6 wichtigsten Netzwerke entfallen 50% aller weltweiten Affiliate-Links
  • Auf die 17 größten Affiliate-Netzwerke entfallen 80% aller Affiliate-Links
  • CJ ist das größte globale Netzwerk gemessen am Volumen der Publisher
  • Rakuten, Tradedoubler, Awin und Shareasale sind die nächstgrößten weltweit nach der Anzahl der verlinkenden Publisher – Awin hat den größten Anteil an Backlinks mit großem Abstand
  • 20% aller Verlage arbeiten mit 5 oder mehr Netzwerken zusammen
  • Nur 6% der Verlage arbeiten mit einem einzigen Netzwerk zusammen

Natürlich gibt es auch Netzwerke mit spezifischen regionalen Stärken, aber auch Netzwerke, die sich auf bestimmte Länder spezialisiert haben. Shareasale ist beispielsweise weitgehend auf die USA konzentriert. Andere Länder haben ähnlich führende Netzwerke wie CommissionFactory (AU), Yiqifa (CN), A8 (JP) und andere.

Awin kündigt Büroumzug an

In Berlin entsteht mit dem DSTRCT.Berlin gerade auf auf 50.000 Quadratmetern ein neues deutsches Silicon Valley. Neben zahlreichen Büroflächen entstehen dort auch 832 Fahrradstellplätze und 40 E-Ladestationen, sowie eine Reihe von gesundheitsfördernden Angeboten wie begrünte Innenhöfe, eine Panoramadachterrasse mit 1.200 qm und ein großes Gastronomieangebot.

Online-Händler wie Home24, Strato und Ionos ziehen in Kürze in die neuen Hallen an der Otto-Ostrowski-Straße.

Wie der Immobilienmanager jetzt verkündet hat der internationale Projektentwickler HB Reavis nun auch einen Mietvertrag mit dem Affiliate-Netzwerk Awin über 2.900 qm Bürofläche und 30 Fahrradstellplätze abgeschlossen. Ab März 2022 soll Awin dann in die komplette historische Backsteinhalle sowie den Verbindungsneubau einziehen.

Nachdem Awin erst vor einigen Jahren vom Spreespeicher in den Atrium-Tower am Potsdamer Platz umgezogen ist, steht nun also der nächste Umzug an.

Technik-Boom in der Elektronikbranche

Im Jahr 2021 stieg der Verkauf von Gadgets, Haushaltsgeräten und Zubehör sprunghaft an. Laut dem Affiliate-Netzwerk Admitad Affiliate stieg der durchschnittliche Warenkorbwert in Europa im ersten Halbjahr um 69%, und die Zahl der Bestellungen um 50%. Dabei sind die Deutschen ihren Nachbarn voraus und haben die Zahl der Bestellungen von Elektronik und Haushaltsgeräten um 270% und ihre Menge um 143% im Vergleich zur Vorjahresperiode erhöht.

Dieses Wachstum hat mehrere Gründe, allen voran das Coronavirus mit den verbundenen Einschränkungen. Gleichzeitig wächst der Bereich E-Commerce trotzdem weiter und die Popularität von Gadgets und vielfältigen Haushaltsgeräten im Alltag der Deutschen nimmt zu. Im Lockdown waren viele Verbraucher gezwungen, auf Online-Shopping umzusteigen, statt in Geschäften einkaufen zu gehen.

Waterland Privat Equity übernimmt digidip

Im Januar übernahm Waterland Private Equity die Mehrheit des Hamburger Meta-Netzwerks Yieldkit und bündelt seitdem unter der YK Group GmbH das Engagement im Bereich Affiliate- und Performance Marketing. Die „Buy-&-Build-Strategie“ nimmt nun Formen an: Waterland Private Equity kauft auch das Berliner Meta-Netzwerk digidip, welches nun das zweite Unternehmen der Gruppe ist.

Damit sind Yieldkit und digidip nun Schwesterunternehmen. Zusammen generierten sie im Jahr 2020 weltweit 2,4 Milliarden Euro Umsatz für Advertiser und sind damit Marktführer in Europa im Bereich Content Commerce.

September

YK Group übernimmt Shopping24

Die YK Group GmbH, unter deren Dach bereits Yieldkit als eine führende Plattform für Content-Monetarisierung, Performance- und Affiliate-Marketing, sowie digidip, ein Spezialist für Premium-Content-Monetarisierung, ihre Kräfte bündeln, begrüßt mit dem shopping24 commerce network ab sofort das dritte Schwesterunternehmen an Bord. shopping24 mit Sitz in Hamburg setzt seinen Fokus auf Commerce-Content-Technologien. Die YK Group wird mit ihrer Buy-and-Build-Strategie von Waterland Private Equity finanziert, die sich im Februar als Mehrheitseigentümer an Yieldkit beteiligt hat. Verkäufer ist der Handels- und Dienstleistungskonzern Otto Group.

Affiliate Conference CLUB MeetUP

Am 30.09.2021 fand das Digital MeetUp des Affiliate Conference CLUB statt. Durch die Corona-Pandemie wurde der persönliche Austausch und Networking-Events in der letzten Zeit immer schwieriger. Mit dem MeetUp hat die xpose360 der Affiliate-Branche eine Plattform geboten, sich wieder einmal digital zu vernetzen und auszutauschen. Über 100 Teilnehmer haben das kostenlose Angebot des Affiliate Conference CLUB in Anspruch genommen. Neben Networking-Sessions und Speed Networking gab es spannende Vorträge von Felix Schmidt (Ist das Trend oder kann das weg?), Benjamin Tauscher (Die Open-Data-Revolution – Neue Chance für die Werbewirtschaft) und André Koegler (Das Thema Cookies geht in die nächste Runde). Außerdem wurde auf dem Digital MeetUp in einem Live-Panel die 30. Folge des Affiliate TalkxX Podcast mit Markus Kellermann, Markus Wigbels und Christian Kleinsorge und den beiden Moderatoren Tobias Korsten und Thomas Dirnhöfer live aufgezeichnet.

Affiliateblog.de startet Jobportal für die Affiliate-Branche

Die Affiliate-Branche wächst stetig weiter und sucht engagierte Mitarbeitende. Aus diesem Grund startet Affiliateblog.de ein neues Jobportal. Dort findet man aktuelle Stellenangebote aus dem Affiliate-Marketing.

Instagram startet Affiliate-Tool

Instagram startet in den USA sein eigenes Affiliate-Tool. Damit haben Händler die einen Instagram-Shop betreiben die Möglichkeit ein Affiliate-Programm bei Instagram zu starten und darüber Influencer als Affiliates zu gewinnen. Bis Ende des Jahres soll das Tool weltweit ausgerollt werden.

Oktober

Neue Link-Sticker bei Instagram

Bisher war es nur Accounts mit mehr als 10.000 Follower:innen vorbehalten externe Verlinkungen in den Instagram-Stories hinzuzufügen. Mit dem neuen Link-Sticker haben seit Oktober nun alle Accounts die Möglichkeit Links zu setzen und somit auch Affiliate-Links. Dadurch ergibt sich neues Umsatzpotential für die Affiliate-Branche durch tausende von Influencern.

Rakuten stellt eigenes Accelerate-Programm vor

Rakuten stellt sein eigenes Accelerate-Programm vor. Darin haben Rakuten-Mitarbeiter:innen die Möglichkeit die Verwaltung des Programms für die Advertiser zu übernehmen. Dabei werben sie vor allem mit performancebasierter Vergütung, Analyse der Zahlen, weitreichenden Insights, „Publisher Matchmaking“ und einem Full Service Management für das hauseigene Partnerprogramm der Advertisers bei Rakuten.

November

Vorbereitung auf Black Friday 2021

In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Appinio hat BlackFriday.de in einer bevölkerungsrepräsentativen Umfrage (nach Alter und Geschlecht quotiert) im Oktober 2021 deutschlandweit 1.000 Personen im Alter von 16 bis 65 Jahren befragt.

Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass der Black Friday mittlerweile in allen Bevölkerungsteilen bekannt ist und es kaum noch Verbraucher gibt, denen der Aktionstag kein Begriff ist. 97% der 1.000 Befragten gaben an den Shoppingtag Black Friday zu kennen. 76% der Befragten möchten in diesem Jahr am Black Friday etwas einkaufen.

Die Mehrheit der Befragten plant in diesem Jahr ein Budget zwischen 100€ und 200€ für ihr Black Friday Shopping ein (30%). Auffällig ist jedoch, dass der Anteil derer, die mehr als 500€ ausgeben möchten von 8% im letzten Jahr* auf 14% gestiegen ist. Die Käufer scheinen also zunehmend auch große Anschaffungen für den Black Friday zu einplanen

Webgears übernimmt Sparheld

Die Konsolidierung im Publisher-Bereich geht weiter: Die österreichische Webgears-Gruppe übernimmt Sparheld International. Beide sind im Gutscheinbereich in mehreren Ländern tätig.

Webgears ist in Deutschland vor allem durch die eigene Seite gutscheinsammler.de bekannt – aber auch durch mehrere Gutschein-Whitelabel-Kooperationen mit dem Axel Springer Verlag bei Bild, Computer Bild und welt.de.

Sparheld existiert seit 2009 und ist in fünf Ländern aktiv, mit Fokus auf Deutschland (sparheld.de) und Frankreich (reduc.fr).

Singles Day

Der Singles Day ist eigentlich ein chinesischer Feiertag am 11. November, doch inzwischen ist er zu einem zweiten Black Friday geworden, auch in Deutschland. Große Unternehmen nehmen den Tag zum Anlass, regelrechte Rabattschlachten zu veranstalten. Ähnlich wie beim Black Friday sinken die Preise vor allem für Lifestyle-Produkte deutlich.

Die Auswertung der regionspezifischen Daten des Affiliate Netzwerk Admitad zeigt, dass auch hierzulande kräftig gekauft wurde. Advertiser warben mit reduzierten Produkten in nahezu jeder Kategorie und Preisspanne zum Singles Day.

So verbuchten allein in Deutschland mehrere Advertiser durch gezielte Werbung mit Admitad einen sechsstelligen Umsatz am 11. November 2021, genauso wie am Singles Day 2020. Im Vergleich zum Vortag meldete das Netzwerk eine Umsatzsteigerung von + 118%, die Zahl der Bestellungen stieg von knappen 7000 am Tag davor auf 32000 am 11. November 2021 (+397%).

Der durchschnittlicher Warenkorbwert stieg am 11. November 2021 um 56% im Vergleich zum Tag davor. Obwohl mit Rabatten und Preissenkungen geworben wird, wird weniger gespart. Der Verbraucher ist bereit, am Tag der Aktionen noch tiefer in die Tasche zu greifen.

Zahlen zum Black Friday

Der Black Friday verlief dieses Jahr anders als erwartet und zwar weltweit, resumiert das Afffiliate-Netzwerk Admitad wenige Tage nach dem Shopping-Ereignis. Das Gesamtvolumen der Online-Bestellungen am traditionellen Verkaufstermin war etwas niedriger als im Vorjahr, der Zeitraum für Sonderangebote verlängerte sich von einigen Tagen auf einige Wochen. Nach Berechnungen des Netzwerks gaben europäische Verbraucher in diesem Jahr ihr Geld vor allem für Kosmetik und Fashion aus. Ebenso haben Spiele und Hotelbuchungen ihre Verkaufspositionen im Vergleich zu 2020 verbessert.

Nach ersten Schätzungen ging das Umsatzvolumen in diesem Jahr am Black Friday weltweit leicht zurück – auf 8,9 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 9 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.

Gleichzeitig hat sich in Deutschland die Zahl der Bestellungen online um 17% und die Bestellmenge um 21% am Black Friday im Vergleich zum Tag davor erhöht. Die durchschnittliche Bestellwert (AOV) kletterte um +4% auf etwa 48 US-Dollar; mehr als die Hälfte des Umsatzes stammte von Online-Marktplätzen.

Ein erheblicher Teil der Nutzer (29,7%) entschied sich für den Kauf auf Empfehlung von Online-Medien und Internet-Blogs. Weitere 26,8 % folgten den lukrativen Cashback-Angeboten. 14,3% des Umsatzes wurden mit kontextbezogener Werbung erzielt, gefolgt von Showcase-Sites (6,7%) und Facebook (4,7%). Gleichzeitig stiegen die Einnahmen deutscher Advertiser am Black Friday um + 48 % im Vergleich zum Tag davor.

Auch wenn man mittlerweile von der Black Week spricht, sind viele Verbraucher immer noch an einem Tag aktiv auf der Schnäppchenjagd im Internet, nämlich am Black Friday selbst – was sich in den stärksten Umsatzzahlen der gesamten Woche bemerkbar macht. Bleiben die Umsätze kontinuierlich gleich während der gesamten Woche, steigen diese sich am Freitag um das vier- bis zehnfache für manche Händler. Ob man Weihnachten im kleinen oder größeren Kreis feiert, Geschenke müssen besorgt werden. Deutschland hat bereits am Black Friday zugeschlagen.

Affiliate Conference Digital MeetUp

Am 18. November fand die letzte Ausgabe in disem Jahr des digitalen Networking-Events Affiliate Conference Digital Meetup – powered by Admitad Affiliate statt. Teilgenommen haben wieder über 150 Personen – von Affiliates, Advertisern, Netzwerken bis hin zu Agenturen. Da auch mehrere geplante Vor-Ort-Veranstaltungen gerade wieder abgesagt werden müssen, war das Event nochmal eine gute Möglichkeit für Branche, sich auszutauschen und zu netzwerken.

Zudem gab es neben den Networking-Möglichkeiten, einem Pub-Quiz und einem Speed-Networking auch wieder zwei Vorträge zum Thema „Die Herausforderungen 2022 im Affiliate Marketing für Brands und Shops“ von Ralf Fischer (retailAds), sowie „Ist die Cookiecalypse in vollem Gange?“ von Christian Bünder (belboon).

Dezember

Start der TTDSG

Am 01.12.2021 tritt das neue TTDSG (Telekommunikations-Telemedien-Datenschutzgesetz) in Kraft. Das TTDSG regelt den Schutz der Privatsphäre in der digitalen Welt und nimmt im Hinblick auf die derzeitige Cookie-Zustimmungspflicht Klarstellungen vor. Das TTDSG fasst die schon bestehenden Regelungen zum Datenschutz aus dem Telemediengesetz (TMG) und dem Telekommunikationsgesetz zusammen. Auf affiliate-deals.de gibt es hierzu eine umfassende Einschätzung von Experten der Affiliate-Branche.

Markus Kellermannhttps://www.affiliateblog.de
Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate Conference, dem Affiliate Innovation Day und der Influencer Conference drei der bedeutendsten Online-Marketing-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.
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