Mittwoch, 1. Juni 2016
11,2% Umsatzwachstum bei affilinet im Jahr 2013

11,2% Umsatzwachstum bei affilinet im Jahr 2013

Vor Kurzem haben wir noch über das große Wachstum von 15% im Affiliate-Markt UK gesprochen, sowie dem Wachstum von 5% im Affiliate-Netzwerk Zanox. Nun folgte Heute die nächste positive Nachricht für die Affiliate-Branche.

Die Sedo Holding hat nämlich ihren Geschäftsbericht für 2013 veröffentlicht. Zur Sedo Holding gehört ja auch das Affiliate-Netzwerk affilinet, welches neben Zanox in Deutschland zu den größten Affiliate-Netzwerken zählt.

Die neuen Ergebnisse waren nun doch sehr überraschend positiv, nachdem im Halbjahresbericht noch von einer Korrektur der Wachstumsprognosen von 10% auf 5,5% gesprochen wurde. Als Hauptgrund nannte die Sedo Holding Endes letzten Jahres das schwächere Gewinnwachstum im Bereich Affiliate Marketing.

Im Geschäftsbereich Affiliate-Marketing konnten die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2013 um 11,2% auf 112,3 Mio.€ gesteigert werden – nach 101,0 Mio.€ im Vorjahr. Mit diesem Wachstum ist affilinet deutlich schneller gewachsen als der Affiliate-Markt (5-7%).

Die Zahl der Partnerprogramme erhöhte sich im gleichen Zeitraum um über 16,8% auf 3.356 und die Zahl der angeschlossenen Webseiten um 7,0% auf 600.000.

Die EBIT-nahe Kennzahl Contribution belief sich im Berichtszeitraum auf 3,3 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum betrug die Contribution -0,9 Mio. € aufgrund der außerordentlichen Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert von 3,2 Mio. € in der zahlungsmittel generierenden Einheit (ZGE) affilinetFrankreich.

Bereinigt um Wertminderungsaufwendungen betrug die Contribution 3,6 Mio. € (Vorjahr:
2,3 Mio.€). Belastet wurde das Ergebnis 2013 durch die im vierten Quartal 2013 vorgenommene
Neubewertung der Erwartungen von affilinet Niederlande aufgrund einer Verschlechterung
im operativen Geschäft. Dies führte zu einer außerordentlichen Wertminderung (0,3 Mio. €) auf den Geschäfts- oder Firmenwert, des in der Geschäftseinheit bilanzierten Goodwills aus der Übernahme der Cleafs B.V. im Jahr 2012.affilinet-bilanz1
Quelle: Sedo Holding Geschäftsbericht 2013

Dennoch heißt es im Geschäftsbericht: “Trotz des Umsatzanstiegs blieb das Segment insgesamt deutlich hinter den eigenen Planungen zurück. Ursächlich dafür waren das besonders schwache Sommerquartal im deutschen Affiliate-Marketing-Geschäft aber auch die strukturellen Veränderungen bei der Abrechnungsweise von Partnerprogrammen im Großkundengeschäft, die auch mit dauerhaft zu erwartenden negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis einhergehen. Im vierten Quartal 2013 mussten zudem aufgrund einer Verschlechterung im operativen Geschäft auch die Erwartungen von affilinet Niederlande neu bewertet werden. Dies führte zu einer außerordentlichen Wertminderung (0,3 Mio. €) auf den Geschäfts- oder Firmenwert, des in der Geschäftseinheit bilanzierten Goodwills aus der Übernahme der Cleafs B.V. im Jahr 2012.”

In einer Pressemitteilung von affilinet heißt es zum Wachstum in 2013: “Auch in diesem Jahr erwartet affilinet nachhaltige Wachstumsimpulse. Unterstützt wird der Ausbau des Publisher Long-Tail Geschäfts durch eine automatisierte und optimierte Werbeausspielung. Affilinet wird damit ein Real-Time Advertising Angebot platzieren und einen Werbekunden ein Targeting und Prospecting von Nutzerprofilen in der exklusiven affilinet Reichweite ermöglichen.”
„Entgegen dem Markttrend wachsen wir kontinuierlich“, so Dr. Dorothea von Wichert-Nick, CEO von affilinet. „Basis unserer Strategie ist der strikt durchgesetzte Qualitätsanspruch, der uns zu einem Premium-Netzwerk macht. Mit innovativen Performance Display und Targetingansätzen werden wir auch 2014 nachhaltiges Wachstum für unsere Kunden generieren.“Ulrich Bartholomäus, Geschäftsführer von affilinet Deutschland und Österreich kommentiert: „Auch das Wachstum im deutschen Markt lag 2013 für affilinet in Umsatz und Ertrag deutlich über dem Markt. Dazu trugen sowohl Groß- als auch Kleinkunden von Advertisern und Publishern bei. Affiliate Marketing hat seine Position unter den wichtigsten Online Marketing Kanälen behauptet und wird diese mit zunehmender Relevanz von Real-Time Advertising in 2014 ausbauen.“

Für das Geschäftsjahr 2014 erwartet der Vorstand der Sedo Holding einen Umsatzanstieg von rund 10% gegenüber dem Geschäftsjahr 2013 (Umsatz 2013: 140,0 Mio.€), vor allem durch das Wachstum im Bereich Affiliate-Marketing. Da im Geschäftsjahr 2014 verstärkt in Marketing investiert und der Personalbestand ausgebaut werden soll, wird mit einem Ergebnis vor Steuern von rund 4,0 Mio. € gerechnet.

Bzgl. dem Margendruck aufgrund direkter Wettbewerber wie z.b. Private Networks äußert sich Sedo wie folgt: “Der gegenwärtig intensive Wettbewerb wie auch die teilweise Abhängigkeit von größeren Geschäftspartnern erhöhen den Druck auf Margen und Preise. Aufgrund der aktuellen Wettbewerbssituation und der wirtschaftlichen Entwicklung in einzelnen Ländern könnte sich die Sedo Holding Gruppe dazu entscheiden, in diesen Ländern mit Preis-/Margennachlässen zu agieren oder zu reagieren.”
Hinsichtlich der Entwicklung des Datenschutzrechts äußert sich die Sedo Holding ebenfalls: “Zudem werden die Entwicklungen der Cookie-Regelung auf europäischer Ebene intensiv beobachtet. Je nach Umsetzung der Regelung in das jeweilige nationale Recht ergeben sich für die jeweiligen Gesellschaften unterschiedliche Anforderungen zur Einhaltung sowie Umsetzung dieser

Regelung im Hinblick auf das Setzen von Cookies. Die Auswertung bzw. Informationsgewinnung über solche Browser-Cookies ist ein wesentlicher Bestandteil der Online-Werbung. Eine
Nutzungseinschränkung könnte zur Folge haben, dass eigens entwickelte technische Lösungen nur noch bedingt eingesetzt werden könnten und würde das Geschäft in Teilen stark behindern. Daher begegnet die Sedo Holding Gruppe diesen Risiken durch die zeitnahe Umsetzung neuer Anforderungen durch Rechtsprechung und Gesetz, intensiver Beobachtung der Entwicklungen sowie durch regelmäßige Beratung mit Experten in diesen Rechtsgebieten. Gleiches gilt für die zu erwartende EU-Datenschutzverordnung. Auch diesbezüglich werden die Entwicklungen beobachtet, um frühzeitig Maßnahmen zur Einhaltung und Umsetzung der neuen Anforderungen gewährleisten zu können.”

Über Markus

Markus Kellermann ist bereits seit 1999 im Online-Marketing tätig und Geschäftsführender Gesellschafter der Digital-Marketing-Agentur xpose360 GmbH mit Sitz in Augsburg. Als Autor hat Markus Kellermann bereits eine Vielzahl von Artikeln in Fachmagazinen publiziert. Zudem organisiert er mit der Affiliate NetworkxX, der Affiliate Conference und dem Affiliate Innovation Day drei der bedeutendsten Affiliate-Veranstaltungen und betreibt neben dem Affiliate-Portal affiliateBLOG.de auch den Podcast Affiliate MusixX.

5 Kommentare

  1. Naja, da die deutschen Partnerprogramme ja technisch gesehen verdoppelt und verdreifacht wurden, weil die jetzt extra auf affili-ch und affili-at gelistet werden, war es logisch, das es deutlich mehr Partnerprogramme gibt, wird ja dort irgendwie nach Ländern gezählt. Zusätzlich gab es aber auch mehr Auslands-Filialen, so dass das Wachstum insgesamt nicht so deutlich ausfällt, und auch der Gewinn ist trotz des Umatzes nicht so dolle. Trotzdem auf den ersten Blick gutes Ergebnis aufgrund des Affiliate-Marktes, der sich derzeit stark im Wandel befindet.

  2. Das zeigt doch wieder: Affiliate Marketing ist noch lange nicht tot, SEO auch nicht und ganz im Gegenteil: Der Wachstum im deutschsprachigen Internet ist noch lange nicht ausgeschöpft, immer mehr internetlose Menschen entdecken das Netz für sich und gerade ältere Menschen, die Probleme mit langen Spaziergängen haben, bestellen lieber im Internet.

  3. Da muss ich Marcus zustimmen, aber trotzdem schön zu sehen das Affiliate nicht tot zu kriegen ist ;-)

  4. Hallo, vielleicht etablieren sich andere Netzwerke auch noch stärker. Aber ich denke dass das Affiliate-Marketing in den nächsten Jahren noch weiter wachsen wird. Vg. Maik Strunk

  5. Der Satz ist sehr gut formuliert: “aber auch die strukturellen Veränderungen bei der Abrechnungsweise von Partnerprogrammen im Großkundengeschäft, die auch mit dauerhaft zu erwartenden negativen Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis einhergehen”.

    Klingt besser als: “Die Großkunden machen in Zukunft alles nur noch ohne uns, inhouse.”

    ;-)